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junger Brokkoli / Foto: erntezeit, Beate Hüser

Brokkoli

Beliebt wie kein anderer.

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica), der auch Spargelkohl genannt wird, ist eines unserer Lieblingsgemüse. Nicht nur aufgrund seines milden Geschmacks, sondern auch weil er sehr gesund ist, sollte er regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen.

Als Kohlgemüse gehört Brokkoli zur Gruppe der Kreuzblütler. Sein Anbau ist leicht, aber etwas aufwendiger, da er ein wenig anspruchsvoll ist.

Je nachdem wie und wann Sie ernten möchten, haben Sie die Möglichkeit sich für ein- oder mehrjährige, frühe oder späte Sorten zu entscheiden. Auch bei der Farbwahl gibt es neben dem klassischen Grün auch violetten oder gelben Brokkoli.

Brokolli Planze 300x300 Brokkoli

Brokkoli Pflanze / Foto: erntezeit, Beate Hüser

Anbau

Suchen Sie sich einen sonnigen windstillen Platz aus. Brokkoli liebt einen humus- und nährstoffreichen Boden, den Sie vor dem Anbau gut lockern und dabei mit Kompost und Kalk anreichern sollten. Das Saatgut bedecken Sie locker mit Erde.

Schon ab Februar bis etwa April können Sie die Pflänzchen unter Glas oder im Gewächshaus anbauen. Auch eine Anzucht in einem Anzuchttöpfchen auf der Fensterbank ist möglich, um die Pflänzchen dann im Frühling, sobald die Nächte frostfrei sind, nach draußen pflanzen zu können. Eine direkte Aussaat ins Freie empfiehlt sich ab Mai bis Anfang August. Der Pflanzabstand beträgt etwa 60 x 70 cm.

Wichtig ist vor allem, dass Sie die Fruchtfolge von mindestens 3 Jahren zu allen Kreuzblütlern einhalten. Außerdem ist Brokkoli ein Starkzehrer, weshalb Sie bei der Fruchtfolge zusätzlich darauf achten sollten, dass im Jahr zuvor ein Schwachzehrer auf dem Boden wuchs.

Wenn Sie beim Anbau auf Mischkultur achten, sollten Sie auf keinen Fall andere Kreuzblütler verwenden. Es eignen sich hier z.B. Erbsen, Kapuzinerkresse, Sellerie, Spinat, Knoblauch, Pflücksalat, Fenchel oder Pfefferminze.

Pflege und Schutz

Wässern Sie Ihren Brokkoli regelmäßig. Der Boden sollte feucht gehalten werden, jedoch ist Staunässe zu vermeiden.

Gelegentliches düngen und auch hacken, um Beikräuter (Unkraut) zu entfernen und den Boden zu lockern, empfiehlt sich. Als Dünger eignet sich hierbei auch Brennnesseljauche. Beikräuter entziehen dem Boden Nährstoffe und fördern die Bildung von Mehltau und Schädlingsbefall, weshalb eine regelmäßige Entfernung anzuraten ist.

Beobachten Sie die Pflanze, damit Sie im Fall von Krankheiten und Schädlingsbefall sofort reagieren können. Der Brokkoli leidet häufig unter der Kohlfliege und an der Kohlhernie, aber auch Schnecken und Blattläuse mögen ihn gerne.

Ernte

Brokkoli kann etwa 2-3 Monate nach der Pflanzung geerntet werden, also etwa im Zeitraum von Juni bis Oktober. Ein paar Minusgrade im Herbst machen ihm dabei nichts aus. Decken Sie ihn dann am Besten mit Vlies ab.

Achten Sie darauf, dass der Kopf gut ausgebildet sowie dicht und fest ist. Auf keinen Fall darf er bereits Knospen bilden.

Damit Sie möglichst viel Brokkoli ernten können, scheiden Sie nur die Köpfe mit Stiel ab, wodurch sich erneut Seitentriebe mit kleineren Köpfen bilden, die Sie ebenfalls ernten können.

Mondkalender

Falls Sie mit dem Mondkalender arbeiten, Brokkoli ist eine Blütenpflanze und sollte daher an Blütentagen angebaut, gepflegt und geerntet werden.

Verarbeitung und Lagerung von Brokkoli

Brokkoli kann mit den Stielen roh oder gekocht verzehrt werden. Frisch geerntet können Sie ihn ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Eine längere Haltbarkeit von etwa 3 Wochen erhalten Sie, wenn Sie die gesamte Pflanze aus der Erde nehmen und mit dem Kopf nach unten in einem kühlen Raum wie z.B. Ihrem Keller aufbewahren. Außerdem eignet sich Brokkoli zum Einfrieren.

Ernährung

Die Inhaltstoffe des Brokkolis sind hervorragend. Insbesondere zur Vorbeugung von Krebs sollte er regelmäßig konsumiert werden. Er schützt außerdem vor Arteriosklerose, wirkt Osteoporose vor und senkt das Herzinfarktrisiko sowie den Blutdruck.

Die krebsvorbeugende Wirkung erhält der Brokkoli unter anderem durch die sekundären Pflanzenstoffe Indole und Flavonoide. Insbesondere das Sulforaphan hat krebshemmende Eigenschaften.

Brokkoli ist besonders reich an Vitamin C, B-Vitaminen, Carotin, Eisen, Folsäure und Kalzium. Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte und das Carotin ist gut für Augen, Haut und Nerven. Eisen und Folsäure sind z. B. in der Schwangerschaft und Stillzeit besonders wichtig. Und für Personen die wenig Milchprodukte zu sich nehmen, ist Brokkoli und auch Fenchel, eine sehr gute Kalziumquelle. Zumal er wenig Natrium enthält.

 

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