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Erdnüsse - erntezeit.de - Anbau von Obst und Gemüse
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Erntezeit Erdnüsse

Erdnüsse

Als ich Ende April in der Ausgabe 05/2020 der Fachzeitschrift kraut&rüben einen Artikel über den Anbau von Erdnüssen gelesen habe, hat mich meine Neugier so gepackt, dass ich noch am gleichen Tag Samen im Internet bestellt habe. Auch wenn ich mit der Anzucht ein paar Wochen zu spät dran war, habe ich den Versuch gewagt und die Hälfte der unbehandelten Erdnüsse in Anzuchterde gesteckt. Und tatsächlich haben drei der sechs Samen gekeimt und ich konnte Ende Oktober, 6 Monate später, eine Handvoll Erdnüsse ernten.

Anbau von Erdnüssen

Da Erdnüsse ursprünglich in Südamerika angebaut werden, müssen wir beim Anbau mit unseren Klimabedingungen auf viel Wärme und Sonne achten.

Anzucht Erdnüsse

Für die Anzucht sollte eine möglichst sonnige Fensterbank in einem warmen Zimmer bei 20-25 °C gewählt werden. Um die Keimfähigkeit zu erhöhen, werden die unbehandelten Erdnüsse zum Quellen vor dem Einsäen ein paar Stunden in Wasser gelegt und dann etwa 1 cm tief in die Anzuchterde gegeben.

Kleines Erdnusspflänzchen

Frisch gekeimte Erdnuss / Foto: erntezeit.de, Beate Hüser

Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit wird der Anzuchttopf im Anschluss mit einer Folie abgedeckt. Die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein. Und um Schimmelbildung zu vermeiden, ist es ratsam die Folie täglich zum Lüften abzunehmen. Nach etwa einer Woche keimen die Samen.

Anbau Erdnüsse

5-6 Wochen nach der Aussaat können die kleinen Pflänzchen in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Ich habe sie direkt in die finalen Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 25 cm gepflanzt. Die Erde habe ich mit Sand angereichert, um ihn durchlässiger zu machen.

Wir haben hier schwere Lehmböden und in der Regel auch jedes Jahr Spätfröste, weshalb ich mich für Töpfe entschieden habe, die ich bis Ende Mai bequem auf einer warmen Fensterbank stehen lassen konnte. Als die Töpfe dann endlich nach draußen durften, haben sie einen Platz an der südlichen Hauswand bekommen. Und im Oktober, als die Nächte wieder kälter wurden, habe ich sie nochmals drinnen auf die Fensterbank gestellt.

Erdnusspflanzen

Erdnusspflanzen / Foto: erntezeit.de, Beate Hüser

Wer seine Erdnüsse ins Freiland pflanzen möchte, topft sie nach etwa 6 Wochen aus den Anzuchttöpfen in etwas größere Töpfe. Ende Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, können sie dann, in einem Abstand von 20 x 20 cm, in den Gartenboden gepflanzt werden.

Pflege Erdnüsse

Erdnusspflanzen sind äußerst anspruchslos. Als Schmetterlingsblütler können sie mithilfe der Knöllchenbakterien Luftstickstoff im Boden fixieren, weshalb eine zusätzliche Düngung nicht notwendig ist.

Erdnusspflanze mit gelben Blüten

Blüten Erdnusspflanze / Foto: erntezeit.de, Beate Hüser

Wichtig ist sie nicht zu viel zu wässern und darauf achten, dass sich bei den Pflanzen in Töpfen keine Staunässe bildet.

Erntezeit Erdnüsse

Erdnüsse bilden Fruchtknoten, dessen Gewebe nach unten in die Erde wächst. Sie brauchen in etwa 6 Monate bis zu Reife und können, ähnlich wie Kartoffeln, geerntet werden, sobald die Blätter gelb werden.

Die Topfpflanzen können ausschüttet und die Erde nach Erdnüssen durchsucht werden. Im freien gepflanzte Erdnüsse empfehle ich mit einer Grabegabel ausgegraben.

Geerntete Erdnüsse

Ernte Erntezeit / Foto: erntezeit.de, Beate Hüser

An meinen Topfpflanzen hatte ich etwa 15-20 Nüsse hängen. Es sollten in der Regel 20-30 Nüsse sein und ich bin gespannt, was für ein Ergebnis ich im nächsten Jahr mit meinen geplanten Anpassungen haben werde.

Vermehrung von Erdnüssen

Ob die geernteten Erdnüsse als Samen verwendet werden können, kann ich euch erst nach meinem Versuch in der nächsten Gartensaison berichten.

Verarbeitung und Lagerung von Erdnüsse

Nach der Ernte werden die Erdnüsse mit ihrer Hülle 1-2 Wochen an einem luftigen Ort getrocknet. Im Anschluss können sie aufgebrochen und in der Pfanne oder dem Ofen geröstet werden.

Was ich in der nächsten Saison verändern werde

  • Bereits Anfang März mit der Anzucht starten.
  • Test, ob die geernteten Erdnüsse als Samen verwendet werden können, um eine eigene Vermehrung sicherstellen zu können.
  • Sand bereits in die Anzuchterde geben, um die Erde durchlässiger zu machen.
  • Noch mehr Sand in die Erde untermischen.
  • Ein oder zwei Erdnusspflanzen in einem sonnigen Beet im Freiland anbauen.
  • Weniger gießen.

Ich freue mich schon darauf meinen Beitrag im nächsten Jahr mit neuen gewonnen Erkenntnissen zu erweitern.